Was ist eigentlich Turnierhundsport ?
Im Jahre 1972 wurde mit dem ersten Hindernislaufturnier der
Grundstein für den inzwischen weit verbreiteten
"Turnierhundsport" gelegt. Der Begriff Turnierhundsport (THS) umfasst
nicht jede Hundesportart, die turniermässig durchgeführt werden kann,
sondern ist
mit
den Disziplinen Geländelauf, Hindernislauf, Vierkampf und CSC
(Combinations-Speed-Cup) fest umrissen. Seit 1977 ist der Turnierhundsport im Deutschen
Hundesportverband (dhv) fest reglementiert. Anfang 1993 erschien die erste Turnierordnung, in
der alle Einzelheiten festgeschrieben sind, in fünfter Ausgabe. Das breit gefächerte Angebot ist so
gestaltet, dass es möglichst jedem Hund und Hundehalter offen steht, egal ob jung oder alt, groß
oder klein, Rassehund oder Mischling. Ein Angebot, von dem sich alle Hundehalter angesprochen
fühlen können, zumal eine große Anzahl von Vereinen in ganz Deutschland diesem Sport
nachgehen.
Im Turnierhundsport gibt es eine Klassenaufteilung. Diese erfolgt nach dem Alter und Geschlecht
der Hundeführer. In der Turnierordnung sind 8 Altersklassen vorgeschrieben, wobei es dem
Veranstalter freigestellt wird, weitere Klassenunterteilungen vorzunehmen. Die Altersklassen, in die
auf jeden Fall unterteilt wird, sehen so aus:
Jüngstenklasse: bis 10 Jahre
Jugendklasse: 11 - 14 Jahre
Juniorenklasse: 15 - 18 Jahre
Aktivenklasse A: 19 - 29 Jahre
Aktivenklasse B: 30 - 40 Jahre
Altersklasse A: 41 - 50 Jahre
Altersklasse B: 51 - 60 Jahre
Seniorenklasse: ab 61 Jahre
Für alle Disziplinen des Turnierhundsports gilt, dass die geführten Hunde mindestens 15 Monate
alt sein müssen (das Mindestalter wurde inzwischen heraufgesetzt, 1994 waren es noch 12
Monate). Die Hunde müssen haftpflichtversichert und gegen Tollwut geimpft sein. Aus
versicherungstechnischen Gründen muss der Hund im Gegensatz zu Agility immer ein Halsband
tragen (bei Agility-Turnieren führt das Tragen eines Halsbandes zur Disqualifikation). Dieses
Halsband darf kein Stachel- oder Korallen-Halsband sein, auch ein so genanntes "Halti" (Halfter
für Hunde) ist nicht erlaubt. Der Hund darf beim Wettkampf nicht an einem auf Zug gestellten
Halsband geführt werden (das heißt, das Halsband darf sich nicht zuziehen und den Hund
würgen). Es darf kein Spielzeug während der Läufe mitgenommen werden. Jeder Hundeführer darf
höchstens zwei Hunde an einem Turnier führen und jeder Hund darf maximal in zwei Disziplinen
starten.