Was ist eigentlich Obedience ? Die Hundesportart Obedience stammt ursprünglich aus England und könnte auch als "Hohe Schule der Unterordnung" bezeichnet werden. Ähnliche Übungen sind zwar bereits aus der Begleit- und Schutzhundeprüfung bekannt, doch in Obedience werden sie mit mehr Präzision gezeigt. Erstmals vorgestellt auf der Crufts Dog Show 1951, hat Obedience auch hierzulande viele Anhänger gewonnen. Mensch und Hund bilden bei diesem Hundesport der ruhigeren Art ein Team, das den Gehorsam bühnenreif präsentieren soll. Ein guter Kontakt zwischen Hund und Hundeführer und ein bereitwilliges Gehorchen des Hundes, auch wenn er sich in einem Abstand vom Hundeführer befindet, ist absolut wichtig. Eine Herausforderung für jeden Hundeführer also. Obedience ist eine "moderne" Hundesportart, bei der es besonders auf harmonische, schnelle und exakte Ausführung ankommt. Ein eingespieltes, gutes Mensch-Hund-Team ist Voraussetzung. Bei Obedience-Prüfungen geht es nicht nur um den Gehorsam des Hundes; auch seine Sozialverträglichkeit mit anderen Menschen und Hunden spielt eine große Rolle. Obedience heißt "Gehorsam" und kann ohne weiteres als die "Hohe Schule" der Unterordnung bezeichnet werden. Disziplinen Obedience wird in vier Prüfungsstufen durchgeführt: Beginner-Klasse, Klasse 1, Klasse 2 und Klasse 3 (FCI), in denen jeweils 10 bis 11 Prüfungsaufgaben zu bewältigen sind. Die Klasse 3 wird durch das FCI-Reglement vorgegeben und entspricht der FCI-Internationale-Obedience-Klasse. In dieser Klasse werden auch Europa- und Weltmeisterschaften durchgeführt. Der Schwierigkeitsgrad der Übungen steigt mit den jeweiligen Prüfungsstufen. Das Zulassungsalter der Hunde beträgt 15 Monate; eine bestandene BH-Prüfung ist Voraussetzung für den Start in einer Obedience-Prüfung. In allen Obedience-Prüfungsklassen beträgt die maximale Punktzahl 320 Punkte. Ein Aufstieg in die nächst höhere Klasse kann nur erfolgen, wenn das Team ein "vorzügliches" Ergebnis erreicht hat.